Biographie

Rainer Noll
Porträtwurde am 29. Januar 1949 in Wiesbaden geboren. Zunächst studierte er Physik und Mathematik in Mainz und Hamburg, dann Musik in Siena (bereits als Achtzehnjähriger Orgel bei Fernando Germani, dem ehem. Organisten des Petersdomes in Rom), Hamburg und Frankfurt/Main (A-Prüfung, Staatsexamen für Kirchenmusik). Seit 1972 ist er Kantor an St. Martin und seit 1974 Dozent für Orgel, Klavier und Theorie an der Musikschule in Kelsterbach. Seit dem 10. Lebensjahr intensive Beschäftigung mit Albert Schweitzer - 1973 entwarf er, inspiriert vom Orgelideal Albert Schweitzers, die neue Orgel der Evangelischen Kirche in Wiesbaden-Bierstadt und begründete die dortige Konzerttradition. 1977 liturgiewissenschaftliche Arbeit über „Die Entwicklung des Eucharistischen Hochgebetes". 1981/82 künstlerischer Leiter der „Airport Chapel Concerts" des Rhein-Main-Flughafens in Frankfurt/Main. 1987-93 Gründungsmitglied der „Wissenschaftlichen Albert-Schweitzer-Gesellschaft" und Mitglied in deren „Wissenschaftlichem Beirat". Als Dirigent arbeitete er mit verschiedenen Chören und Orchestern (u. a. seit 1995 Leitung der „Idsteiner Vokalisten" und regelmäßige Konzerte mit dem „Heidelberger Kantatenorchester"). Durch Vorträge und Veröffentlichungen (besonders über Albert Schweitzer, dessen musikalischen Nachlaß er in seinem Haus in Günsbach/Elsaß ordnete und katalogisierte), seine Konzerttätigkeit (1993 USA-Tournee) sowie Rundfunk- und Schallplattenaufnahmen wurde er international bekannt.

Er lebt heute auf dem von ihm restaurierten mittelalterlichen Bauernhof seiner Vorfahren (Erbacher Hof) in Wiesbaden-Nordenstadt. Hier veranstaltet er seit 1990 die beliebten sommerlichen „Torhauskonzerte", seit 2000 auch Musikalische Weinproben im Innenhof des Gehöfts.